Schau mal

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Schau mal (c) Martin Gries„Schau mal“, sagt er immer zu Anfang. In dieser warmen Stimme, die versucht Verständnis herzustellen wie Weihnachtsplätzchen. „Schau mal.“ So fing er immer an, wenn er mir erklärte, wie ich mein Leben zu ändern hatte. Aber im Endeffekt war es nur eine weiche Variante von „Solange Du Deine Füße…“. Wann schaffe ich es endlich, mich zu mündigen. Wann sage ich ihm endlich, dass er keine Ahnung hat, wie mein Leben war, ist, sein sollte, sein wird oder nicht. Im August ekeln mich Weihnachtsplätzchen regelgerecht an.

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