Die Ausstellung, die keine*r sah

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Gestern ging die Ausstellung in der St. Annen Kunsthalle zuende. Leider wurde die Ausstellung niemals für das Publikum geöffnent. Heute ist ein kurzes Portrait-Video von mir und den drei Bildern erschienen. Ich habe mich mit den leeren Stühlen auseinandergestetzt, die weltweit dort standen, wo sonst Kultur erlebt werden konnte.

Die Bilder sind aus der Reihe „leere Stühle“, denn das letzte Jahr hat mir schmerzhaft vor Augen geführt, wie sehr ich zeitgleiche, ortsgleiche, erlebte Kultur vermisse. An vielen Orten fand ich letztes Jahr „leere Stühle“. Die Muster und Formen haben für mich etwas Erwartungsvolles. Musiker*innen, Autor*innen, Schauspieler*innen – irgendetwas wird passieren. Irgendetwas wird dich entführen und auf andere Gedanken bringen.

Das Wissen, dass diese Erwartung enttäuscht wird, macht die Bilder für mich sehr melancholisch.

Ich weiß nicht, ob man im Video die Textur des Papiers erkennen kann. Ich drucke die Bilder auf Büttenpapier. Das macht die Farben und Kontraste weicher – fast wie mit Kreiden aufgetragen.

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